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CSD 2010

Einiges an Prominenz war da, vorneweg der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, dann Renate Künast und Christian Ströbele von den Grünen, Lilo Wanders und weitere. SPD/FDP/CDU/Grüne und Linke waren mit eigenen Wagen im Zug vertreten. Deutlich weniger Produktplacement gab es als 2006/2007, Ausnahme ein Möbelkonzern, der so fleißig schwedische Fähnchen verteilte, das man den Eindruck bekommen konnte, das sämtliche schwedische Schwulen und Lesben vor der Hochzeit der Prinzessin nach Berlin geflüchtet sind. Mit der Repression in Iran, in Russland, in Polen und Ungarn und der Unterdrückung durch Scientology beschäftigten sich einige Beiträge im Zug. Ich fand es gab weniger Zuschauer an der Strecke im Vergleich zu 2006/2007, dafür war der Zug größer. Präsenter als 2006/2007 fand ich die Lesben mit eigenen Wagen und Gruppen im Zug. Ansonsten gab viel zu sehen an Kostümen, Uniformen , Trikots ( es ist ja WM im Fussball) Federn und Leder , der Spaß am sich schmücken und verkleiden war unübersehbar. Der CSD stand dieses Mal unter dem Motto "normal ist anders". Hauptforderungen waren: 1. Intersexuellen und trans* Menschen muss ein selbstbestimmtes, diskriminierungsfreies Leben ermöglicht werden. 2. Queere Familien müssen rechtlich gleichgestellt und abgesichert werden. 3. Die verfolgten Homosexuellen in Deutschland (der Nazi-Zeit sowie in Nachkriegsdeutschland) müssen moralisch und materiell rehabilitiert werden. Und als spezielle Berliner Forderungen : Berlin braucht ein Aktionsprogramm für sexuelle Gesundheit. Und zum Schluß : Respekt muss auf Gegenseitigkeit beruhen.